Standortbestimmung an der Ostseeküste

Donnerstag, den 23. November 2017 um 07:54 Uhr

USC gastiert beim Aufsteiger Warnemünde – Kader ist nicht komplett


Am Samstag gastiert der USC Braunschweig in der Volleyball Bundesliga beim SV Warnemünde. Damit stehen die Löwenstädter vor der längsten Auswährtsfahrt – und wollen laut Trainer Weber wissen, „wo es in dieser Saison hingeht.“

Die Braunschweiger liegen derzeit auf Rang neun der Tabelle. Der Aufsteiger aus Mecklenburg-Vorpommern ist mit fünf Punkten Abstand zu den niedersächsischen Gästen Vorletzter. Aktuell klare Verhältnisse und doch gibt es für den USC an der Ostseeküste einiges zu klären, ohne es freilich aussprechen zu müssen: „Jeder weiß, worum es am Wochenende geht“, fasste Trainer Weber die Ausgangssituation kurz und knapp zusammen. Mehr müsse man niemandem im Team sagen. „Wichtiger ist, dass wir die Fehler abstellen, die wir in den letzten Spielen gemacht haben. Nur so haben wir eine Chance“, schätzt Weber.

Weber hat deshalb an der Abwehr seines Teams intensiv Hand angelegt. „Hier waren wir den letzten Gegnern unterlegen“, analysierte der Coach. Vor allem der Abschluss einer erfolgreichen Abwehraktion sei nicht optimal gewesen: Da scheiterten die Braunschweiger zu oft am gegnerischen Block oder konnten den Gegner mangels Druck nicht in Bedrängnis bringen.

Der Aufsteiger aus dem Ostseebad will mit mannschaftlicher Geschlossenheit den Kampf um den Klassenerhalt angehen. „Wir haben eine gute Mischung zwischen erfahrenen Akteuren und ganz jungen talentierten Spielern, die erst seit einem Jahr höherklassig spielen“, sagt Trainer Christian Hinze. Nach der Meisterschaft in der dritten Liga Nord hat sich beim SVW einiges getan. „Management und Organisationsumfeld sind weiter gewachsen und werden es auch in naher Zukunft tun. Bei uns befindet sich fast alles im Umbruch und Neuaufbau. Das macht es sehr spannend“, berichtet Hinze.

Der USC muss auf Außenangreifer Marvin Koch verzichten. Der hat erneut mit Leistenproblemen zu kämpfen. Libero Nils Schnalke plagt ein Magen-Darm-Virus.

Aktualisiert ( Donnerstag, den 23. November 2017 um 07:59 Uhr )
 

Essen schmeckt dem USC schlecht

Sonntag, den 19. November 2017 um 07:51 Uhr

Weber-Team scheitert bei 1:3 Niederlage an überragender Feldverteidigung der Gäste


Der USC Braunschweig läuft auch im fünften Spiel in Folge dem Erfolg hinterher. 3:1 verloren die Löwenstädter am Samstag in der Tunica-Halle gegen den VV Humann Essen.

Mannschaftskapitän Hannes Gottschall hatte schon vor dem Match gewarnt: „Die Essener machen kaum Fehler. Das liegt uns nicht unbedingt“ - und lag damit goldrichtig. Dabei hatten die Gastgeber den Gegner im ersten Satz regelrecht dominiert. „Unsere Aufschlagtaktik ging auf und in der Folge hat unser Block ganze Arbeit geleistet“, analysierte Trainer Markus Weber. Essen scheiterte ein ums andere Mal spektakulär am Braunschweiger Block, so dass Stammzuspieler Brar Ketelsen die Ideen auszugehen schienen.

Der folgerichtige Wechsel mit Thomas Wojtczak machte sich für die Westfalen bezahlt. Dieser hatte stets das „richtige Händchen“ für den erfolgreichen Angreifer. Dazu bissen sich die Braunschweiger an der Feldabwehr des Tabellenfünften die Zähne aus, was USC-Mittelblock Börge Albers zu der Bemerkung veranlasste, dass Essen ab Satz zwei wieder „wie Essen“ gespielt habe – und spielte damit auf die in der Liga „berüchtigten“ Essener Tugenden wie überragenden Kampfgeist mit schwer zu überwindende Feldabwehr an.

Die Hausherren gaben das Heft aus der Hand. 19:25 hieß es in Satz zwei für die eher klein gewachsenen Gäste, denen die körperliche Unterlegenheit aber kein Hindernis war.

Für Braunschweig begann dagegen ein Hürdenlauf: Ganz gleich ob Annahme, Block oder Feldabwehr, Essen schien stets den längeren Atem zu haben. Beim 23:25 in Satz drei zeigte das Heim-Team zumindest Moral, kämpfte sich in der Endphase trotz hohen Rückstands heran.

Ähnliches Bild in Satz vier: Essen führte lange, Braunschweig holte in der Schlussphase auf – und ging dann doch leer aus, weil die Essener Feldabwehr einen Glanztag erwischt hatte und im Angriff nach Verteidigungsaktionen nicht zu halten war.

Für den USC geht es nun am kommenden Wochenende nach Warnemünde. Der Aufsteiger steht nach einer 1:3 Niederlage gegen Bitterfeld mit dem Rücken zur Wand. Braunschweigs Coach Weber warnte deshalb davor, nur auf den Tabellenstand zu schielen: „Wir müssen erst einmal eigene Fehler abstellen, und uns nicht schon nach einem gewonnenen Satz in Sicherheit wiegen.“

Aktualisiert ( Sonntag, den 19. November 2017 um 08:06 Uhr )
 

Das Team Zweite Liga für 2017/2018

Mittwoch, den 10. September 2014 um 16:31 Uhr